LinkedIn Unternehmensseite erstellen: Anleitung in 5 Schritten

Written by

in

LinkedIn-Unternehmensseite erstellen: Der ultimative Leitfaden für Ihren B2B-Erfolg

Ob Startup, etablierter Mittelständler oder globaler Konzern: Wer im modernen Business-Kontext stattfindet, kommt an einer professionellen Präsenz im weltweiten Netzwerk Nummer eins nicht vorbei. Eine LinkedIn-Unternehmensseite ist weit mehr als nur ein digitales Aushängeschild. Sie fungiert als zentrale Drehscheibe für Employer Branding, Lead-Generierung, Kundenvertrauen und gezielte B2B-Kommunikation.

In dieser umfassenden Anleitung erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Unternehmensseite fehlerfrei einrichten, welche rechtlichen Fallstricke Sie unbedingt umschiffen müssen und mit welchen Strategien Sie Ihre Sichtbarkeit von Tag eins an maximieren.


1. Die Voraussetzungen: Worauf es vor dem Start ankommt

Bevor Sie den ersten Klick machen, sollten einige organisatorische und technische Grundlagen stehen. Ohne diese Vorbereitung wirkt die Seite schnell unvollständig oder verwaist.

  • Ein persönliches Profil als Basis: Sie können keine Unternehmensseite komplett anonym oder ohne Account anlegen. Jede Firmenpräsenz benötigt mindestens ein persönliches Administrator-Profil. Der Ersteller wird automatisch zum ersten Super-Admin.
  • Unternehmens-E-Mail-Adresse: Nutzen Sie idealerweise eine verifizierte E-Mail-Adresse mit der offiziellen Domain Ihres Unternehmens (z. B. [email protected]).
  • Visuelle Assets: Halten Sie Ihr Firmenlogo (quadratisch, mind. 300 × 300 Pixel) und ein aussagekräftiges Titelbild/Banner (1584 × 396 Pixel) im Corporate Design bereit.

2. Schritt-für-Schritt-Anleitung: So erstellen Sie Ihre LinkedIn-Seite

Die Erstellung selbst ist vollkommen kostenlos und in wenigen Minuten erledigt. Nutzen Sie dafür am besten die Desktop-Ansicht oder die iOS-App (unter Android wird die Seitenerstellung nicht durchgehend unterstützt).

Schritt 1: Das Menü öffnen

Loggen Sie sich in Ihr persönliches LinkedIn-Konto ein. Klicken Sie oben rechts auf der Startseite auf das Raster-Symbol „Für Unternehmen“ (oder das Symbol mit den kleinen Quadraten).

Schritt 2: Seitentyp auswählen

Scrollen Sie im sich öffnenden Menü ganz nach unten und wählen Sie „Unternehmensseite erstellen“. Nun stehen drei Optionen zur Auswahl:

  1. Unternehmen (Standard für die allermeisten Firmen – von Kleinunternehmen bis zum Konzern).
  2. Fokusseite (Unterseiten für spezifische Marken, Produktlinien oder regionale Standorte, die an die Hauptseite andocken).
  3. Bildungseinrichtung (Speziell für Schulen und Universitäten).

Schritt 3: Stammdaten hinterlegen

Geben Sie die Kerninformationen Ihres Unternehmens ein:

  • Unternehmensname: Ihr offizieller Firmenname.
  • LinkedIn-URL: Wählen Sie eine saubere, kurze URL (z. B. [linkedin.com/company/ihr-firmenname](https://linkedin.com/company/ihr-firmenname)). Diese lässt sich später nur sehr eingeschränkt ändern, wählen Sie hier also mit Bedacht.
  • Website: Der direkte Link zu Ihrer Webpräsenz.
  • Branche, Unternehmensgröße und Art des Unternehmens (z. B. Aktiengesellschaft, GmbH, Personengesellschaft).

Schritt 4: Verifizierung und Erstellung

Setzen Sie das Häkchen zur Bestätigung, dass Sie offiziell befugt sind, im Namen des Unternehmens zu handeln, und klicken Sie auf „Seite erstellen“.


3. Die Feinarbeit: Profiloptimierung für maximalen Impact

Eine blanke Seite mit einem Logo reicht heute nicht mehr aus, um Interessenten zu fesseln. Nutzen Sie die folgenden Felder, um professionell aufzutreten:

Wichtig: Laut LinkedIn erzielen vollständig ausgefüllte Unternehmensseiten im Schnitt bis zu 30 % mehr wöchentliche Aufrufe als unvollständige Profile.

  • Der Slogan (Tagline): Sie haben 120 Zeichen Platz. Verzichten Sie hier auf nichtssagende Phrasen wie „Ihr Partner für Qualität“. Schreiben Sie stattdessen präzise hinein, was Sie für welche Zielgruppe tun. Der Slogan fungiert wie eine Meta-Description und zählt im LinkedIn-Algorithmus als wichtiger Rankingfaktor.
  • Die Info-Sektion (Beschreibung): Nutzen Sie die bis zu 2.000 Zeichen, um Ihre Kernkompetenzen, Ihre USP (Alleinstellungsmerkmal) und relevante Suchbegriffe (Keywords) für Ihre Branche einzubinden.
  • Der Action-Button (CTA): Versehen Sie Ihre Seite mit einem konkreten Handlungsaufruf. Je nach Unternehmensziel eignet sich hier „Website besuchen“, „Registrieren“, „Kontakt“ oder „Mehr erfahren“.

4. Rechtliche Pflichten im deutschsprachigen Raum: Das Impressum

Ein oft vernachlässigter, aber geschäftlich essenzieller Punkt: In Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt für geschäftlich genutzte Social-Media-Präsenzen eine strenge Impressumspflicht.

  • Der Fehler: Viele vergessen das Impressum oder verstecken es im Banner. Das kann zu kostenpflichtigen Abmahnungen führen.
  • Die Lösung: Integrieren Sie den Link zu Ihrem offiziellen Webseiten-Impressum direkt und gut auffindbar in der Info-Sektion Ihrer LinkedIn-Unternehmensseite.

5. Typische Fehler, die Sie vermeiden sollten

  1. Die „Set-and-Forget“-Falle: Die Seite wird einmalig aufgesetzt, das Logo hochgeladen – und danach herrscht monatelang Funkstille. Ein verwaister Firmenauftritt schadet dem Image mehr als gar kein Auftritt.
  2. Fehlende Einbindung der Mitarbeitenden: Eine Unternehmensseite sendet; persönliche Profile hingegen sprechen. Verknüpfen Sie die Profile Ihrer Angestellten mit der Seite, damit das Unternehmen als lebendiger Kosmos aus echtem Fachpersonal erkennbar wird.
  3. Unklare Zielgruppenansprache: Posten Sie keine reinen Eigenlob-Beiträge, sondern bieten Sie echten Mehrwert (Branchen-Insights, Case Studies, Blick hinter die Kulissen, Fachartikel).

Fazit & Nächster Schritt

Eine LinkedIn-Unternehmensseite aufzusetzen dauert nur wenige Minuten, legt jedoch das Fundament für Ihre gesamte professionelle B2B-Sichtbarkeit im Social Web. Sobald das Grundgerüst steht, definieren Sie am besten direkt einen schlanken Redaktionsplan mit 1 bis 2 Beiträgen pro Woche.

Comments

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *